31. Januar 2026
Auf knapp fünfeinhalb Quadratmetern soll ein kleiner mobiler Wohnraum entstehen. Dieser soll Bedürfnisse wie Wohnen, Arbeiten, Schlafen, Kochen, Waschen, Duschen oder Aufbewahrung erfüllen. Dazu verfolge ich seit langer Zeit die Idee eines Grundrisskonzeptes, welches auf meinen eigenen bisherigen Reise-Erfahrungen beruht. Da ich bekanntlich nicht der Erste bin, der ein Fahrzeug zum Reise-Mobil ausbaut, höre ich gerne auch den Rat anderer Selbstausbauer und Overlander.
Ausbau-Prinzipien sollen Einfachheit, Modularität, Funktionalität, Zugänglichkeit, Wartbarkeit, Austauschbarkeit, Leichtbau sein. Design ist für mich voraussichtlich nur nachgeordnet. Alle Aspekte sind letztendlich verknüpft.
Die Realisierung setzt persönliche Fähigkeiten voraus, die ich natürlich nur bedingt besitze, aber optimistisch auszubauen möchte: „Ever tried. Ever failed. No matter. Try again. Fail again. Fail better.“ (Samuel Becket) ;-)
Im Widerspruch steht dazu eigentlich das komplexe moderne Grundfahrzeug, welches u.a. mit einer Vielzahl von elektronischen digitalen Systemen ausgestattet ist. Sehr eingeschränkt ist daher die Möglichkeit, hier selbst einzugreifen oder gar zu reparieren. Hier hoffe ich, dass eine solide Grundqualität inkl. Garantie, mich nicht enttäuschen. Eher Prinzip „Trust. Hope.“ also ;-)
27. Januar 2026
Im „Internet“ werden Elektronikprobleme ab Ende 2024 hergestellten TGEs berichtet. Fehlermeldungen zu Sicherheitssystemen, Notlauf … alles etwas diffus.
Mein Fahrzeug hat nach knapp 9000km keine erkennbaren Elektronikprobleme. Ich hoffe natürlich, dass das so bleibt ...
Verblüfft war ich allerdings, dass nach zwei Tagen Schrauberei ohne Motorstart die Starter-Batterie komplett leer war. Ich habe in dieser Zeit die Türen meistens offen gehabt, ohne sonstige Verbraucher wie Licht oder Radio eingeschaltet zu haben. Die Elektronik mit seinen Steuergeräten scheint doch einiges an Strom zu verbrauchen. Der ADAC hat geholfen. Danke :-)
Die originalen Windabweiser von MAN/VW in Fahrer- und Beifahrerfenster, die ich eingebaut habe, machen Probleme.
Die Windabweiser mit ihren Halteclips im Fensterrahmen bremsen das Zufahren der Fenster erheblich, sodass die Fenster teilweise beim Hochfahren plötzlich zurückfahren, stoppen und dann nicht mehr komplett schließen. Das ist sehr ärgerlich. Kälte, Regen oder Wind bleiben dann nicht draußen. Und wer parkt und verlässt sein Auto schon gerne bei offenen Fenstern?
Ich werde sie gegen Windabweiser von Climair tauschen, da diese keine Halteclips benötigen und ich damit sehr gute Erfahrungen an meinem bisherigen Fahrzeug gemacht habe.
24. Dezember 2025
Die Innenisolierung von Dach und Wänden steht bereit.
Allerdings sind für das Verkleben der Isolationsmatten Temperaturen über 10˚C, besser noch 15˚C, notwendig.
Also warte ich auf die entsprechenden Außentemperaturen, da ich derzeit keine beheizte Halle für diese Arbeiten zur Verfügung habe.
11. Dezember 2025
Es gibt einige Varianten den Boden wärmezudämmen. Ich habe mich u.a. aufgrund der guten Isolationswirkung, Gewicht und Verarbeitbarkeit für XPS-Platten entschieden. Diese sind bereits, der Struktur des Wagenboden angepaßt, vorgefräst. Das erlaubt eine bündige hohlraumfreie Verlegung.
Nachdem die Bodenplatte entfernt war, konnte ich den Wagenboden gründlich reinigen und anschließend entfetten. Darauf habe ich die XPS-Platten spaltfrei vollflächig aufgeklebt.
Die Stoßkanten der Platten habe ich noch mit einem Dichtband verklebt und die dreiteilige originale Bodenplatte wieder aufgelegt.
8. Dezember 2025
Für die Bodendämmung muss die bereits werkseitig eingebaute dreiteilige Bodenplatte entfernt werden.
Allerdings war sie mittig sehr gut haftend fest verklebt. Ein große Kraftanstrengung, eher rohe Gewalt, und viele Stunden waren nötig, um die Platten und anschließend die Klebereste zu entfernen. Letztendlich habe ich mit einer Heißluftpistole nachgeholfen, den Kleber etwas weich zu bekommen.
5. Dezember 2025
Nachdem ich mit dem TGE und dem Ausbau-Provisorium nun seit der ersten Septemberhälfte mit Freude entspannt über 8000 Kilometer gereist bin, muss das Provisorium weichen.
Im Süden Deutschlands setzte in der zweiten Novemberhälfte eine sehr kalte und damit etwas herausfordernde Übernachtung bei -7˚C dem Reisen vorerst ein Ende.
Ohne den bereits geplanten Einbau einer Heizung und Wärmedämmung der Wagenhülle macht das Übernachten im TGE bei Frostgraden keinen Sinn.
Die komplette Ausrüstung wandert also wieder in den Caddy, der mit seiner Standheizung auch wintertauglich und reisebereit ist.
23. November 2025
Die Reise nach und in Schottland zeigt, dass das Fahren auf der Straße mit dem TGE ein entspanntes Vergnügen ist.
Zudem nehme ich die Schotten als rücksichtsvoll und freundlich wahr. Nicht nur im Straßenverkehr.
Ein 4x4-Antrieb bietet die Möglichkeit, auch mal Wege abseits befestigter Straßen zu fahren. Und so steuere ich einige Male - mit etwas Herzklopfen - Ziele an, die mit meinem Caddy nicht erreichbar sind.
24. September 2025
Nach einer Woche in Schottland freue ich mich, dass der TGE sich hervorragend fährt. Trotz Größe und Gewicht sowie Linksverkehr und vielen Single-Tracks ist es fast ein Fahren wie im PKW.
Die Temperaturen in Schottland sind zum Glück oberhalb +10˚C, sodaß für mich noch ohne eine eingebaute Standheizung das Übernachten und Leben im Wagen angenehm ist.
Herrlich ist auch, wenn Sturm am Wagen rüttelt und Regen auf das Dach prasselt.
Sind alle Verschraubungen für den Dachträger gegen Regen gut genug abgedicht?
Ja, bisher kein Tropfen bei den täglichen teilweise sintflutartigen Regengüssen :-)
7. September 2025
Wer Ikea kennt, kennt in der Regel auch das universelle Ivar-Regalsystem. Diesmal dient Ivar liegend als Hilfsrahmen für meinen provisorischen Reiseausbau. Nach einigem Sägen, Bohren und Schrauben findet in diesem Rahmen meine in sechs Jahren bewährte Caddy-Ausrüstung seinen Platz!
Der TGE hat jetzt ein Wohnzimmer, Esszimmer, Schlafzimmer, Büro, Küche, Bad, WC … einfach und gut.
2. September 2025
Bei herrlichem Sonnenschein montiere ich den Dachträger auf sogenannten C-Schienen. Träger und C-Schienen liegen schon seit Tagen bereit. Es ist ein komisches Gefühl die 12 bereits ab Werk vorbereiteten Schraubenlöcher zu öffnen, um die C-Schienen zu anzubringen, die den Dachträger halten werden.
Die Montage erfordert ein scheinbar unendliches Umstellen einer Haushaltsleiter sowie das Auf- und Absteigen darauf. Am Ende ist nach zwei langen Tagen und nach gefühlt 1000 Höhenmetern Stufensteigen alles erledigt.
Sind alle Verschraubung gut gegen Regen abgedicht?
Die angedachte Befestigung von Solarpanels auf dem Dachträger vorschiebe ich auf das nächste Frühjahr, da meine erste Fahrt hoch in den Norden gehen soll. Dort ist ab Ende September die Sonne schon so niedrig, dass der Ertrag der Panels voraussichtlich nur sehr gering sein würde.
29. August 2025
Da ist er nun. Pünktlich - ich hatte es nicht geglaubt - ist er angekommen. Der noch leere Kastenwagen soll mich zukünftig auf meinen Reisen begleiten.
Meinen eigentlichen Plan, jetzt mit dem Caddy zu verreisen, verschiebe ich.
Ich möchte den TGE schnellstmöglich kennenlernen und zumindest provisorisch für eine erste Reise ausrüsten.